|
Das RTS-Trocknungsverfahren führt die gesamte Trocknungsluft durch das Gerät und die Luftmenge wird nie reduziert, ein Frequenzumformer ist daher nicht erforderlich ! Frequenzumformer sind hochempfindliche störanfällige elektronische Bauteile, bei einem Schaden fallen hohe Reparaturkosten an ! Alle anderen Entfeuchter-Fabrikate arbeiten mit einer Teilentfeuchtung der Trocknungsluft oder mit der Luftmengenregulation mittels Frequenzumformer. Beim Bypass-Verfahren wird ein beträchtlicher Teil des Gesamtluftstromes unbehandelt neben dem Entfeuchter vorbei vom Lüfter angesaugt und mit der entfeuchteten Luft gemischt. Dadurch schwankt die relative Luftfeuchte des Luftgemisches stark und steigt in der Nacht und bei feuchter Umgebungsluft erheblich an, was zur Wiederbefeuchtung des Heues führen kann. Bei der Luftmengenregulation mit einem Frequenzumformer wird die Luftmenge reduziert. - Es gibt auch noch den "Zwischenbypass", bei dem ein beträchtlicher Teil der Luft erst nach dem Kühlregister zugemischt und mit der entfeuchteten Luft (100% r.F.) durch das Heizregister geführt wird, was infolge der größeren Luftmenge zu einer erheblich verminderten Luftanwärmung führt, die Vereisung des Kühlers begünstigt, eine ständig schwankende Feuchte der Trocknungsluft verursacht und bei feuchtem Wetter oder in der Nacht die zur Erreichung einer optimalen Trockensubstanz (89%TS) erforderliche rel. Luftfeuchte der Trocknungsluft nicht oder nur bei stark reduziertem Luftdurchsatz erreicht. Die von den Experten angeratene 87%-Trockensubstanz kann auf diese Weise nicht erreicht werden, weil dazu eine ständige relative Feuchte der Trocknungsluft von ca. 50% erforderlich ist. Das Heu erreicht beim Bypassverfahren nur eine Trockensubstanz von ca. 80%, was zur Nachgärung und zu beträchtlichen Nährstoffverlusten am Heustock führt. Solche Negativfaktoren gibt es beim RTS-Trocknungsverfahren nicht !
Andere Systeme erreichen nur eine Temperaturanhebung des Trocknungsluftgemisches von ca. 5°C, und eine damit zusammenhängende Abtrocknung der Luft um ca. 20%. Diese Fabrikate sind nicht in der Lage, die gesamte erforderliche Trocknungsluft nach der Entwässerung auf eine relative Luftfeuchte von < 55% abzutrocknen. Ein echter Leistungsvergleich ist nur möglich, wenn gleiche Luftmengen und deren rel. Feuchte verglichen werden. Solche Werte werden aber nur vom RTS-Trocknungsverfahren angegeben (z.B.: RTS-E40-Entfeuchter: 20.000 m3/h mit rel. Feuchte von <55% auch bei 100% feuchter Ansaugluft). Bei der Anschaffung eines Entfeuchtungsgerätes soll man sich auf dem Kaufvertrag die rel. Luftfeuchte der Trocknungsluft für den Extremfall (Regenwetter und 100% rel. feuchte Ansaugluft) und die Luftmenge bestätigen lassen.
Luftdurchsatz und Kompressorleistung: Wenn ein Entfeuchter an zu große Lüfter angeschlossen wird, dann verringert sich die Luftabkühlung und es gibt keine Abscheidung von Wasser, die Kondensation fällt aus und nur noch die Kompressorleistung wird der durchströmenden Luft zugeführt und bewirkt eine geringe Anwärmung. Ein 15 kW-Kompressor wärmt einen Luftstrom von 60.000 m3/h um nur 0,7°C an, was zu einer Absenkung der rel. Feuchte um nur ca. 3% führt, eine völlig unwirksame Verbesserung der Luftqualität. (Berechnung für 60.000 m3/h: 22 kWh / °C; 15 kWh / 22 kWh = 0,68°C)
Wird die Kompressorleistung mit einem Frequenzumformer zum Zwecke der Stromeinsparung auch noch reduziert, dann verschlechtert sich die Luftanwärmung weiter und unterscheidet sich kaum mehr von einer reinen Kaltbelüftung !
Der Lüfter muss immer auf eine bestimmte Heustockgröße ausgelegt werden. Es darf nicht zu viel Luft durch das Trocknungsgut strömen, weil dann die Luftgeschwindigkeit zu groß wird, und die Luft zuwenig Zeit hat, um sich mit Feuchtigkeit zu sättigen. Der ideale Wert liegt zwischen stündlich 400 und 500 m3/m2 Rostfläche, was einer Luft-Durchzugsgeschwindigkeit von 11 - 14 cm pro Sekunde entspricht. Wird bei Luftentfeuchtern der Luftdurchsatz mit einem Frequenzumformer verringert, um die Entfeuchtungsleistung zu verbessert, dann wird der stündliche Mindestluftdurchsatz von 400 m3 je m2 Rostfläche weit unterschritten und die Trocknung gerät außer Kontrolle ! Die wenige Luft entweicht in den trockensten Bereichen, die feuchten Bereiche bleiben unterversorgt, sacken zusammen und die Schimmelbildung setzt ein. Bei tagelang feuchter Umgebungsluft und reduzierter Luftmenge gibt es dann riesengroße Probleme wegen der verringerten Luftmenge und den zu wenig belüfteten Zonen. Eine solche Trocknungsanlage ist daher stark wetterabhängig. Solche Zustände gibt es beim RTS-Trocknungssystem nicht !
Es gibt nach wie vor beträchtliche Differenzen zwischen RTS-Geräten und anderen Herstellern, einschließlich jener Geräte, die mit großem Medienrummel und zahlreichen unbelegten Aussagen als modern, wetterunabhängig und am Stand der Technik hochstilisiert wurden und dies ohne die Bekanntgabe von Trocknungsdaten, von Stromverbrauch und von Trocknungskosten. Der Stromeinsatz und die Trocknungskosten müssen für die Ermittlung der Gesamtkosten und für Vergleichszwecke bekannt sein. Was nützen schmeichlerische Erklärungen und blindes Vertrauen, wenn sich nach der Anschaffung die "billigen" Trocknungskosten als noch weit höher herausstellen als beim RTS-Verfahren und bei anhaltendem Regenwetter die Trocknung trotz aller Steuerungsvarianten versagt. Eine Dachabsaugung kann über die Ineffizienz hinwegtäuschen, wenn die Dachabsaugung dann bei anhaltendem Schlechtwetter ausfällt, zeigt sich erst, was ein Trocknungssystem kann. Ein Landwirt, der 15 Jahre lang mit einer Dachabsaugung getrocknet hat und ständige Probleme hatte, konnte diese erst nach der Nachrüstung eines RTS-Entfeuchters beseitigen und benötigt nun mit dem RTS-Entfeuchter weniger Strom als mit der Dachabsaugung alleine. Diese Erfahrung haben inzwischen auch schon viele andere RTS-Anwender mit Dachabsaugung gemacht und können das bestätigen.
Die Problematik der Fühler: Automatische Abläufe brauchen Fühler. Jeder Fühler muss als Unsicherheitsfaktor betrachtet werden. Auch deren Ungenauigkeit stellt ein Problem dar. Feuchte- und Temperaturfühler fallen auch oft aus oder liefern falsche Werte. Wenn eine Steuerung von vielen Fühlern geregelt wird, dann gibt es bei Fühlerstörungen auch falsche Schaltreaktionen. Außerdem müssen Fühler ständig gewartet und regelmäßig im Abstand weniger Jahre ausgetauscht werden. Die RTS-Geräte bringen auch bei einer Fühlerstörung immer noch die volle Trocknungsleistung !
Das sind die großen Systemunterschiede:
spezifischer Energiebedarf für Wasserverdunstung: RTS: 0,05 - 0,12 kWh / Liter Wasser andere Hersteller laut Broschüre: 0,20 - 0,30 kWh / Liter Wasser
Gesamtkosten (Verfahrensvergleich, Verfahrenskosten): RTS: 15 Euro / 1.000 kg Heu mit 90%TS, andere Hersteller laut Broschüre: 31 Euro / 1.000 kg Heu mit 80%TS
Wärmepumpen-Nennleistung je ha-Chargen-Erntefläche (Einlagerungsschicht): RTS: 3,2 kW / ha für Kompressor + 1,6 kW / ha für Lüfter andere Hersteller laut Broschüre: 2,4 kW / ha für Kompressor + 3 kW / ha für Lüfter
Auslegungsverhältnis von Kompressorleistung zu Lüfterleistung: RTS-Geräte: 2:1 andere Herstellern laut Broschüre: 1:1 oder 0,5 : 1
Hier gibt es einen gravierenden Unterschied, der sich bei den Trocknungskosten, bei der Wetterunabhängigkeit und bei der Heuqualität enorm auswirkt.
Die RTS-Geräte scheiden bei vollem Luftstrom bereits bei 60% rel. feuchter Luft Wasser ab = Kondensation ab ca. 56% rel. Luftfeuchte. Andere Hersteller geben keine Werte an, sie kommen an die RTS-Werte bei weitem nicht heran. Die Qualität eines Entfeuchters ist daran zu erkennen, ob eine Kondensation schon bei 56% rel. feuchter Luft ohne Luftmengenreduktion einsetzt oder erst bei >65% rel. feuchter Luft oder erst bei einer Luftdurchsatzverminderung mit einem Frequenzumformer.
Die Luftanwärmung samt Wassergehalt erfordert einen enormen Energieeinsatz: 10.000 m³ feuchte Luft um 1°C erwärmen benötigt 3,8 kWh, bei kühler Ansaugluft 3,7 kWh. Die RTS-Wärmepumpe hingegen schafft eine Anwärmung der gesamten Trocknungsluft von mehr als 10°C, wodurch eine ständige relative Luftfeuchte von ca. 50% erreicht wird bei gleichem Stromeinsatz, bzw. gleichem elektrischem Leistungsbedarf. Das führt im Vergleich mit der Kaltbelüftung zur vierfachen Wasserabfuhr aus dem Trocknungsgut. Um die gleiche Wassermenge aus dem Heustock abzutransportieren, ist mit anderen Entfeuchtungsgeräten der vier bis fünffache Stromeinsatz erforderlich. Die anderen Trocknungsverfahren können wegen der wesentlich feuchteren Trocknungsluft nur eine 80% Trockensubstanz erzeugen, was die Nachgärung im Heustock nicht verhindern kann. Sie sind nicht in der Lage, in der Nacht und bei feuchtem Wetter die relative Feuchtigkeit der gesamten erforderlichen Trocknungsluft auf 50% abzusenken, was die Voraussetzung ist für eine optimale Heuqualität mit 90%TS. Mit 57%-iger Luftfeuchte kann man aus wissenschaftlicher Sicht höchstens eine 80%-ige Trockensubstanz erreichen, worauf folgende Internetinformation des amtlichen Deutschen Wetterdienstes aufmerksam macht:
|